Übach-Palenberger bei DSDS: Vom Schlagersänger zum Superstar?

Daniel Mischke und Dennis Kranz bei DSDS 2017

Sie haben heute Abend ihren großen Auftritt: Daniel Mischke (l.) aus Baesweiler und Dennis Kranz aus Übach-Palenberg. In der Sendung "Deutschland sucht den Superstar" versuchen sie die Jury um Dieter Bohlen zu überzeugen.

Dennis Kranz und Daniel Mischke sind in diesen Tagen sehr gefragt. Nahezu ununterbrochen klingeln die Smartphones der beiden Männer und auch in den Sozialen Netzwerken können sie sich vor Kontaktanfragen kaum retten.

Der Grund: Dennis Kranz aus Übach-Palenberg und Daniel Mischke aus Baesweiler treten in der aktuellen Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" an und wollen die Jury um Produzent Dieter Bohlen mit ihrer Performance begeistern. Ob sie damit Erfolg haben, erfahren die Zuschauer am Samstagabend ab 20.15 Uhr auf RTL.

Aber beginnen wir von vorne: Musik machen Dennis Kranz und Daniel Mischke, der auch Mitsch genannt wird, schon seit ihrer Kindheit bzw. Teenagerzeit. Kranz startete seine musikalische Karriere in einer Coverband, wurde schnell deren Frontmann und nahm an verschiedenen Talentwettbewerben in der Region erfolgreich teil.

Familie und Freunde rieten ihm dazu, sein Glück in einer Casting-Show zu versuchen. Seine Wahl fiel auf das TV-Format "Deutschland sucht den Superstar". "Ich habe gedacht, ich versuche es einfach mal. Leider ist mein Auftritt dort in die Hose gegangen", sagt der 24-Jährige. Besonders Dieter Bohlen war von seiner damaligen Performance – Kranz hatte sich für die Interpretation von mehreren Schlagern entschieden – alles andere als angetan und so flog Kranz bereits in der ersten Runde raus.

Doch der Elektroniker gab nicht auf. "Auch negatives Feedback ist am Ende positives Feedback und Musik ist immer auch ein Stück weit Geschmackssache", sagt er und fügt hinzu: "Ich hatte das Glück, dass ich damals über die negativen Kommentare drüberstehen konnte und aus Kritik kann man auch immer lernen." Seit seinem Intermezzo ist der 24-Jährige als Schlagersänger unterwegs, mit eigenen Titeln hat er sich bereits einen Namen in der Region gemacht. Seine neue Single "Halt dich an mir fest" erscheint – passend zum Ausstrahlungstermin – am Samstag.

Die Idee, erneut an der Show teilzunehmen, kam im vergangenen Jahr. "So etwas kitzelt einen schon, man will einfach wissen, wie weit man kommt", sagt Dennis Kranz. Angst vor erneutem negativen Feedback habe er nicht. "Ich habe doch nichts zu verlieren", ist er sich sicher. Erst kurz vor dem Casting im Oktober lernte er Daniel Mischke kennen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb gut und entschieden, gemeinsam in der Sendung aufzutreten. "Ich wollte diese Erfahrung einfach mal machen", sagt Mischke, der als Beamter tätig ist.

Bereits seit seinem sechsten Lebensjahr spielt er Gitarre. Heute ist der 30-Jährige als Musiker in einer Band aktiv und hat zu Hause ein eigenes kleines Tonstudio eingerichtet. Dort haben die beiden Männer auch den Song eingespielt, mit dem sie bei DSDS angetreten sind: "Musik sein" von Wincent Weiss. Das Video dazu ist seit Freitag im Internet zu sehen.

Nervös waren Kranz und Mischke vor ihrem Auftritt in der Show nicht. "Es war wie in einer Traumblase. Man registriert gar nicht richtig, was da eigentlich passiert", sagt Mischke.

Und wie ist Chefjuror Dieter Bohlen hinter den Kulissen? "Er war sehr nett. Ich glaube, das kommt aber auch immer darauf an, wie man sich der Jury gegenüber präsentiert", sind sich die beiden Männer sicher. Wie ihr Auftritt bei der Jury ankam, verraten die beiden natürlich nicht. Nur so viel sei verraten. Bewertet werden soll bloß der Gesang von Dennis Kranz, Mischke ist lediglich als Unterstützung dabei und wird Kranz mit seiner Gitarre begleiten.

"Wenn ich weiter kommen sollte, muss ich dem lieben Mitsch leider ‚Goodbye' sagen. Aber ich denke, das wird er verkraften", sagt Kranz. Ob das Casting dieses Mal für ihn besser läuft und was die Jury zu seiner musikalischen Begleitung sagen wird? Das ist am Samstagabend ab 20.15 Uhr im TV zu sehen.

Und wo schauen sich Dennis Kranz und Daniel Mischke ihren Auftritt an? In den eigenen vier Wänden. "Bei jedem von uns findet Rudelgucken statt", sagt Kranz. Der größte Wunsch des 24-Jährigen und seines Kumpels ist übrigens, irgendwann einmal von der Musik leben zu können. Vielleicht ist die Casting-Show dafür ja der erste Schritt in die richtige Richtung. Es bleibt spannend.

Maria Voskania: Schummelvorwürfe bei DSDS 2017

Auszug aus "Closer"

Auszug aus "Closer" - zum Vergrössern klicken

Riesen-Wirbel um die "DSDS"-Kandidatin! Die Sängerin wird hinter den Kulissen der Show bereits als Siegerin gehandelt. Andere Kandidaten sind sauer - und packen in "Closer" aus.

Steht die neue "DSDS"-Siegerin längst fest? Nachdem Goldkehlchen Maria Voskania (29) von Dieter Bohlen (62) und seinen Jury Kollegen in den Recall der RTL-Castingshow gewählt wurde, hagelt es Kritik. Denn: Die 29-jährige ist nicht nur seit Jahren Bühnen-Profi - sie geht auch mit Schlager-Königin Helene Fischer (32) auf Tour und hat dadurch Verbindungen zu Künstlermanager Uwe Kanthak, der aller Voraussicht nach die Top 3 der "DSDS"-Kandidaten managen wird. Kein Wunder, dass angesichts dessen Schummel-Vorwürfe laut werden...

Eigentlich sollen bei "Deutschland sucht den Superstar" unentdeckte Talente die einmalige Chance erhalten, eine eigene Musikkarriere zu starten. Doch immer häufiger treten bei dem Format auch ausgebildete Künster an - so wie Maria Voskania. "Ich habe schon meine Schlagerrichtung, in die ich gehe. Aber "DSDS" ist für mich eine tolle Plattform, um weiterzukommen", sagt die 29-jährige, die sogar schon ein eigenes Album veröffentlicht hat, zu "Closer".

Viele Kandidaten sind in Anbetracht dessen enttäuscht. "Wir wussten sofort alle, warum sie dabei ist", so ein Teilnehmer zu "Closer". "Den meisten von uns ist schon jetzt klar, dass sie gewinnt. Dafür werden die richtigen Leute schon sorgen."

Doch wen meint der Insider damit? Spielt er etwa auf Manager Uwe Kanthak an? Der Künstlerbetreuer kümmert sich um den "DSDS"-Sieger und hat zudem die Option, auch den Zweit- und Drittplatzierten der Show in seine Agentur aufzunehmen. Pikant: Maria Voskania dürfte Kanthak bestens kennen. Denn er ist der Manager und Entdecker von Helene Fischer, mit der Maria als Background-Sängerin schon des Öfteren auf Tournee war! "Wir sind uns auf Helenes Tour schon über den Weg gelaufen", gesteht Maria "Closer" und schwärmt: "Es wäre der Hammer, wenn er auch mein Manager würde. Er ist ein sehr, sehr guter Manager!"

Hat Kanthak also möglicherweise schon ein Auge auf die Kandidatin geworfen und protegiert sie hinter den Kulissen? Unklar. Sicher ist nur, Marias "DSDS"-Kollegen übern Kritik. "Wir finden es schon unfair, dass hier solche Seilschaften bestehen", so ein Teilnehmer zu "Closer".

Auch Fans im Internet beschweren sich über Maria und schreiben: "Wenn die das gewinnt, ist alles Fake bei "DSDS"!" Zumal die 29-jährige seit JAhren auch als Solo-Profisängerin arbeitet. Mit ihrer CD "Lust am Leben" absolvierte Maria bereits diverse Promo-Termine. 2010 nahm sie ausserdem am TV-Format "Unser Star für Oslo" teil, war in Stefan Mross' (41) Sendung "Immer wieder sonntags" und in der Schlagershow von Carmen Nebel (60) zu Gast. "Dass jemand mit so viel Erfahrung bei "DSDS" mitmacht, finden viele ungerecht", so ein Kandidat der Show.

Und was sagt Maria selbst zu den Vorwürfen? "Ich habe beim Casting festgestellt, dass auch andere "DSDS"-Kandidaten schon vorher ihre Musikkarrieren hatten, einige auch eigene CDs draussen haben. Bei denen war es nur noch nicht so bekannt. Ich kann nur sagen, dass ich von der Jury nicht besser behandelt wurde. Im Gegenteil. Es ist für mich eher schwieriger."

DSDS 2017 Kandidaten ärgern sich über Teilnahme von Maria Voskania

Monique Simon mit Patrick Keil, Elisabete Mendes und Meri Voskanian in Dubai

Monique Simon mit Patrick Keil, Elisabete Mendes und Maria Voskania in Dubai

Kaum ein Kandidat kommt in diesem Jahr ohne musikalische Casting-Vorgeschichte zu DSDS. Viele waren schon bei "The Voice", bei "Das Supertalent" oder anderen Formaten dabei. Bei der süßen Maria Voskania fragt man sich dann aber doch, warum sie jetzt bei "Deutschland sucht den Superstar" noch mitmachen muss.

Seit Jahren tourt sie als Backgroundsängerin mit Helene Fischer, veröffentlichte ihre eigenen Alben, sang in der Carmen-Nebel-Show, im Fernsehgarten und nahm bei "Unser Star für Oslo", bei Popstars und 2005 bereits bei DSDS teil.

Da mag Dieter Bohlen beim Casting zwar begeistert aufspringen, doch ihre Mitstreiter sind natürlich nicht so erfreut darüber. "Den meisten von uns ist jetzt schon klar, dass sie gewinnt. Dafür werden die richtigen Leute schon sorgen", klagt ein Teilnehmer gegenüber der Closer.

Dass Maria Voskania dann auch noch den designierten Manager des kommenden DSDS-Gewinners Uwe Kanthak kennt, sorgt für noch mehr schlechte Stimmung. Kanthak gilt als Entdecker von Helene Fischer und so lief auch Maria ihm schon über den Weg.

"Dass jemand mit so viel Erfahrung bei DSDS mitmacht, finden viele ungerecht", heißt es weiter von den konkurrierenden Kandidaten.

Maria Voskania sieht darin keine Ungerechtigkeit. Zurecht weist sie darauf hin, dass sie bei weitem nicht die einzige ist, die schon vorher viel TV- und Musik-Erfahrung sammeln konnte. "Ich kann nur sagen, dass ich von der Jury nicht besser behandelt wurde. Im Gegenteil. Es ist für mich eher schwieriger."

Alexander Jahnke aus Höver will bei DSDS 2017 gewinnen

Alexander Jahnke

Alexander Jahnke beim Jury Casting in Köln

Lebt in Sehnde womöglich ein kommender Superstar? Alexander Jahnke will es jedenfalls versuchen: Der gebürtige Höveraner tritt am Sonnabend erstmals als Kandidat in der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) auf. Mit "Musik für Mädels" will der 29-Jährige den Pop-Himmel erobern.

"Mein Freak" - so heißt das Lied, mit dem Alexander "Alex" Jahnke die Jury überzeugen möchte. Sanfter Deutschpop im Singer-Songwriter-Stil, wie sich Liedermacher heute nennen. Leise Töne über Gefühle und die Liebe. "Musik für Mädels", wie es Jahnke selbst beschreibt. Dabei hat er früher mit seiner Band Call Me Names mal Punkrock gemacht. Das Stück ist eine Eigenkomposition. "Das ist ein gewisses Risiko", weiß der 29-Jährige. Doch er wolle einmal ein kompetentes Urteil eines Experten. Deshalb habe er sich auch den "Poptitan" Dieter Bohlen als Joker ausgesucht.

Dieser muss nun zusammen mit seinen drei anderen Jurymitgliedern entscheiden, ob Textzeilen wie "Girl du bist mein Freak, wir beide teilen den selben Beat" in den sogenannten Recall führen - ob er also den berühmten gelben Zettel in die Hand gedrückt bekommt und zur nächsten Runde wiederkommen darf. Bei den Proben war Jurorin Shirin David etwas kritisch: „Hab ich was an den Ohren? Das klang nicht harmonisch.“

Der Sprung ins Showbusiness - für Jahnke ist die TV-Premiere am morgigen Sonnabend Aufregung und Spaß zugleich. "Das ist alles Neuland für mich, aber ich freue mich darauf", sagt er. Schließlich habe ihn die DSDS-Show schon sein halbes Leben begleitet. Dabei könnte der Gegensatz zu seinem normalen Leben nicht größer sein - denn im "Brotberuf" ist Jahnke gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann und war lange als Sachbearbeiter tätig. Zurzeit ist er arbeitssuchend.

Zur Musik habe er als 14-Jähriger gefunden, als er zu Bravo-CDs mitgesungen habe. Dann sammelte der Höveraner erste Erfahrungen in der Schulband der Kooperativen Gesamtschule Sehnde, wo er auch die Fachhochschulreife erwarb. Mit 17 brachte er sich noch ein bisschen Gitarrespielen bei, damit er sich selbst begleiten und komponieren konnte.

Mit seinen 29 Jahren zählt er schon zu den reiferen Kandidaten. "Ich bin halt ein Spätzünder", sagt der DSDS-Kandidat aus Sehnde und lacht. "Aber es kommt wie es kommt - jetzt bin ich da." Welche Chancen er sich ausrechnet? "Es gibt viele gute Sänger. Ich brauche einen guten Tag, dann kann alles passieren." Denn beim TV-Publikum spielen nicht nur die Stimme, sondern auch die "weichen Faktoren" eine große Rolle. Man müsse als Superstar optisch schon etwas hermachen, weiß Jahnke. Mit seinen verstrubbelten Haaren, Jeans und Lederjacke sieht er aus wie der Junge von nebenan, ganz anders als Vorjahressieger Prince Damien mit Irokesen-Haarschnitt und riesigen Augenbrauen-Piercings. Ob es trotzdem reicht, können DSDS-Fans am Sonnabend live im Fernsehen verfolgen.

Drei Würzburger auf dem Weg zum Superstar

Maria Voskania mit Helene Fischer

Maria Voskania (links) mit Helene Fischer

Angst vor dem großen Publikum hat sie längst nicht mehr. Schließlich war sie als Background-Sängerin mit Schlagerstar Helene Fischer auf Tour und trat Abend für Abend in großen Stadien vor 10 000 Menschen auf.

Maria Voskania ist sicher kein Neuling in der Musik-Branche mehr. Die 29-Jährige, die in Wasserlosen aufgewachsen (Lkr. Schweinfurt) ist, hat bereits mehrere Alben veröffentlicht, trat beim Vorentscheid zum "Eurovision Song Contest" an und versuchte bei Castingshows wie "Popstars" und "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) ihr Glück. "Ich wollte alle Chancen wahrnehmen, die mir gegeben wurden", sagte sie in einem früheren Gespräch mit dieser Redaktion. Mehr als zehn Jahre ist es her, dass Maria Voskania, damals unter ihrem bürgerlichem Namen Meri Voskanian, die Jury um Dieter Bohlen überzeugte und es unter die besten zehn schaffte. Der große Durchbruch gelang ihr jedoch nicht. Nun will sie es noch einmal versuchen. Am Samstag tritt die Unterfränkin mit den armenischen Wurzeln erneut in der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" auf und stellt sich dem Urteil von Dieter Bohlen und seinen Jury-Kollegen.

In dieser Musikwelt fühlt sie sich wohl. "Alle sind entspannt, lieb, ehrlich", erzählt sie. "Ich mag die Nähe zu den Menschen, das Autogrammeschreiben, mit den Leuten quatschen und dass sich alle freuen, wenn man das tut." Ihre Musik solle gute Laune machen und vom Alltag ablenken, sagte die Sängerin einmal. Am Samstag soll sie ihr außerdem den Weg zum Superstar ebnen.

Einen Weg, den auch Dominic Fritz beschreiten möchte. In Würzburg hat sich der ehemalige Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums, der aus Waldbrunn stammt, nicht nur durch den "Preis für junge Kultur" einen Namen gemacht. Auch beim Stramu-Festival, beim Umsonst&Draußen oder beim Hafensommer spielte er regelmäßig und präsentierte vor allem Songs aus der eigenen Feder. Bei DSDS will er die Jury jedoch mit keinem seiner eigenen Lieder beeindrucken. "Ich habe mir für das Casting ,What do you mean‘ von Justin Bieber überlegt", verrät der 19-Jährige. Ob es ihm damit gelingt, die vier Juroren für sich zu gewinnen, wird sich zeigen. Wann der Auftritt des Würzburgers zu sehen sein wird, steht noch nicht fest.

Oshini Katakoluge aus Werneck (Lkr Schweinfurt) ist bereits gelungen, wovon Dominic Fritz und Maria Voskania noch träumen. Die 17-Jährige, die sich in ihrer Schulzeit als Schülersprecherin der Michael-Ignaz-Schmidt-Realschule Arnstein (Lkr. Main-Spessart) engagierte, präsentiert sich am Mittwoch souverän vor der DSDS-Jury. Dabei ließ sich auch von Scherzen über ihre Größe – die Schülerin mit philippinischen und srilankischen Wurzeln ist nur 1,48 Meter groß – nicht verunsichern. Die 17–Jährige schaffte es in die nächste Runde, den Recall. Am Samstag wird sich zeigen, ob es auch Maria Voskania in den Recall schafft.

Die Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" wird mittwochs und samstags um 20.15 Uhr auf RTL ausgestrahlt.