Archiv des Monats: April 2026

DSDS 2026: Menowin ist zurück

Menowin und Jiepen

Menowin und Jiepen

Menowin Fröhlich wollte eigentlich nur seine Tochter begleiten – und steht plötzlich selbst im DSDS-Recall. Ein Comeback mit Geschichte.

Es sollte eigentlich ein ruhiger Begleittrip werden. Menowin Fröhlich (38), der 2010 als DSDS-Finalist bundesweit bekannt wurde, begleitet seine Tochter Jiepen (17) zum Casting der 22. Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" – und landet selbst im Mittelpunkt. Wie am Samstag (18. April) zu sehen, ist es Chefjuror Dieter Bohlen (72), der ihn spontan ans Mikrofon bittet. Eine Regel von früher, die eigentlich Kandidaten mit DSDS-Liveshow-Erfahrung ausschliesst, scheint es nicht mehr zu geben.

Was dann passiert, ist DSDS-Geschichte: Menowin singt wieder Stevie Wonders Klassiker "I Just Called to Say I Love You" – und überzeugt auf Anhieb. Auf Bohlens direkte Frage, ob er noch einmal mitmachen würde, antwortet er klar: "Ich würde. Ja, ich würd’s machen." Juror Bushido (47) hakt nach: "Bist Du zuverlässig oder bist du verhindert?" Offenbar eine Anspielung auf Menowins Knast-Vergangenheit. Doch die Antwort scheint zu überzeugen – dreimal Ja, Menowin kommt weiter. Mehr noch, er erhält aus der Hand von Dieter Bohlen das "Direct-to-Recall-Ticket" und muss sich damit nicht erneut beweisen.

Was das Comeback von Menowin und DSDS besonders pikant macht: Der Sänger ist vorbestraft. Er sass bereits wegen Betrugs und gefährlicher Körperverletzung im Gefängnis – ein Umstand, der damals sein erstes DSDS-Aus 2005 besiegelte. Dass er nun trotzdem in den Recall einzieht, lässt das Format in einem anderen Licht erscheinen.

Denn die Geschichte könnte sich auf unheimliche Weise wiederholen: Bereits 2015 gewann bei DSDS ein vorbestrafter Teilnehmer - Severino Seeger - die gesamte Staffel. Kurz nach dem Finale wurde er wegen Betrugs verurteilt – RTL beendete die Zusammenarbeit umgehend, fast alle Konzerte wurden abgesagt. Dass der Sender nun erneut einem vorbestraften Kandidaten eine Bühne gibt, zeigt: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegen bei DSDS manchmal nur wenige Castingrunden.

Oder ist es vielmehr so, dass jeder eine zweite Chance verdient? Wobei es bei Menowin ja schon die dritte wäre. Dieter Bohlen lässt jedenfalls keinen Zweifel daran, was er von diesem besonderen Casting-Moment hält. Sein Kommentar fällt knapp, aber kalkuliert aus: "Da haben wir natürlich einen absoluten Aufreger – Menowin is back."